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Produktpiraterie
Mit Produktpiraterie wird die gezielte Verletzung von Urheberrechten und gewerblichen Schutzrechten, das gewerbsmäßige Aneignen fremden geistigen Eigentums durch Nachahmung und Kopie bezeichnet. Die Produktpiraterie hat weltweit zugenommen und erfaßt alle Schutzgegenstände des geistigen Eigentums und alle Warenbereiche. In seiner Abhandlung "Die Durchsetzung markenrechtlicher Ansprüche gegenüber Produktpiraten" zeigt Herr Dr. Gaul auf, welche Möglichkeiten bestehen, gegen Produktpiraten vorzugehen.  

Markenrecht
Die Marke (vormals Warenzeichen) dient dem Schutz einer bestimmten Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen. Grundsätzlich können zum Beispiel alle grafisch darstellbaren Zeichen als zweidimensionale Marke geschützt werden, sofern sie der Unterscheidung der eigenen Waren oder Dienstleistungen von denjenigen der Konkurrenz dienen (z. B. Wortmarke oder Firmenlogo). Es gibt jedoch noch weitere Markenformen, wie etwa dreidimensionale Marken (zum Beispiel Mercedes-Stern) und akustische Marken (zum Beispiel Jingle). Das Markenrecht ist eng verknüpft mit der allgemeinen Rechtssystematik betreffend Namen und Kennzeichnungen, ein besonderer Aspekt hierzu ist das Domainrecht.

Wettbewerbsrecht
Das Wettbewerbsrecht umfaßt sowohl das Recht des Wettbewerbs im engeren Sinne (unlauterer Wettbewerb) als auch das Recht der Wettbewerbsbeschränkungen in Form vertraglicher Abmachungen (Kartelle, Preisbindungen), marktbeherrschender Unternehmen und sonstigen wettbewerbsbeschränkenden Verhaltens (Diskriminierungsverbot). Ziel des Wettbewerbsrechts im engeren Sinne ist der Schutz von Mitbewerbern und Kunden vor unlauterem Wettbewerb. Ziel des Rechts der Wettbewerbsbeschränkungen ist der Schutz der Handlungsfreiheit der Marktteilnehmer und des Wettbewerbs als marktwirtschaftlicher Institution.

Geschmacksmusterrecht
Das Geschmacksmuster dient dem Schutz von Form- und Farbgestaltungen (Design), seien sie industriellen, kunsthandwerklichen oder künstlerischen Ursprungs. Anders als das Urheberrecht entsteht der Geschmacksmusterschutz zumeist nicht "automatisch" mit der Erschaffung eines Werks, sondern durch Anmeldung und Eintragung bei der zuständigen Behörde. Design löst Gefühle aus und hilft darum bei der Positionierung eines Produktes am Markt. Dies gilt für einfache Konsumgüter wie einen Bleistift genauso wie für komplexe Erzeugnisse wie Kraftfahrzeugersatzteile, Druckmaschinen oder ganze Produktionsanlagen.

Patentrecht
Das Patent dient dem Schutz technischer Erfindungen. Nur der Patentinhaber kann die patentierte Erfindung benutzen, indem er andere von der Herstellung, dem Verkauf oder dem Gebrauch der Erfindung ohne seine Zustimmung ausschliessen kann. Der Patentinhaber kann dieses Recht aber auch anderen übertragen, sei es durch Verkauf oder durch Lizenzverträge. Ein Patent gilt für ein bestimmtes Land oder für eine Länderregion und nur für eine bestimmte Laufzeit. Patente können beispielsweise beim Deutschen Patent- und Markenamt oder beim Europäischen Patentamt beantragt werden.

Gebrauchsmusterrecht
Das Gebrauchsmuster wird oftmals als "kleines Patent" bezeichnet und dient wie das Patent dem Schutz technischer Erfindungen. Im Vergleich zu Patenten sind Gebrauchsmuster nur in relativ wenigen Ländern erhältlich und es gilt zumeist: Die Schutzdauer ist kürzer, die Anforderungen an die "Erfindungshöhe" sind niedriger und der Umfang dessen, was dem Gebrauchsmusterschutz zugänglich ist, ist kleiner. Da das Gebrauchsmuster ohne Prüfung der sachlichen Schutzvoraussetzungen vom Patentamt eingetragen wird, ist die Anmeldung eines Gebrauchsmusters oftmals ein kostengünstiger Weg, Schutz zu erhalten, der dem Inhaber die gleichen Rechte verleihen kann wie ein Patent.

 
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